Machen Smart Meter krank? Diese auf den ersten Blick etwas merkwürdige Frage verdankt ihren Hintergrund diesem Bericht.
http://www.energie-und-technik.de/smart-energy/artikel/108313/?trk=ibx
Das Thema hat uns dazu gebracht, uns einige Gedanken über die von uns angebotene Lösung zu machen.
Punkt 1. Unsere Zähler haben ein M-Bus Interface.
Das
ist kein Teufelswerk. Damit kann der Zähler auch nicht von bösen
Hackern manipuliert werden, sondern über diese M-Bus Schnittstelle
liefert der Zähler Daten aus. Welche Daten das sind, entscheidet der
Zählerhersteller.
Punkt 2. Mit unserer Box MGW986 bieten wir ein kleines Device, um die Daten des Zählers via M-Bus zu empfangen.
Auch
dieses ist kein Teufelswerk: das MGW bittet den Zähler um seine Daten,
der Zähler sendet diese. Das MGW nimmt die Daten und speichert sie lokal
ab bzw. stellt sie in eine wartungsfreie Datenbank für den späteren
Benutzerabruf zur Verfügung.
Punkt 3. Die Kommunikation zwischen
Box und Zähler läuft ohne Benutzer ab. Der Zähler wird in Intervallen
ausgelesen, die der Benutzer vorab konfiguriert hat, also z.B. alle 15
Minuten. Dabei werden nur die Daten ausgelesen, die zum Lesen
eingestellt sind.
Das wohl Wichtigste an der Aussage: Die Smart Metering Box MGW986 dient dazu, Daten zu lesen!
Es
gibt keine Möglichkeit, um durch einen Hackerangriff via MGW den Zähler
zu beschädigen oder gar Kontrolle über versorgte Geräte und Maschinen
zu bekommen. So kann ein evtl erfolgreicher Angriff zwar die gelesenen
Daten auf dem MGW System ruinieren, aber Zähler und angeschlossene
Verbraucher bleiben hiervon unbehelligt.
Punkt 4. Elektrosmog.
Also ein Zähler mit Datenschnittstelle unterscheidet sich nur
unwesentlich von einem Zähler ohne Schnittstelle. Wenn man davon
absieht, dass eine Schnittstelle ein „Loch im Gehäuse ist“, dann ergibt
sich hier erst einmal überhaupt nichts. Die Verbindung zwischen Zähler
und Box MGW986 ist typischerweise eine 2-Draht Leitung mit einer
Kleinspannung zwischen 15...30VDC. Man nennt so etwas Klingelleitung.
Entsprechend ist die Smogbelastung vergleichbar gering wie bei einer
Türklingel. Also nach geltenden Maßstäben bei bestimmungsgemäßen
Gebrauch weder gesundheitsgefährdend noch sonst wie kritisch.
Punkt 5. Was bleibt? Also rein vom gesundheitlichen Aspekt fällt uns nichts ein, was bei unserer Lösung real krank machen kann.
Auch
der Sicherheitsaspekt erscheint uns im grünen Bereich: es werden nur
Daten gelesen, es wird kein Steuer / Regel Eingriff auf Verbraucher
genommen etc pp.
So fällt uns auch nichts ein, was bei unserer
Lösung signifikant sicherheitsrelevant wäre bzw. eine Bedrohung für die
technische Anlage des Benutzer darstellt. Lediglich das "Gefühl", das
nicht mehr nur derjenige den Zähler abliest, der DAVOR steht, sondern
dass die Daten nun von einer Box aufgenommen und im Netzwerk bereit
gestellt werden, lässt sich unserer Ansicht nach als "schwammige
Komponente" verorten. Nach dem Motto: Es „könnten“ auch Andere mitlesen,
wie sich mein Verbrauch gestaltet hat. Und ja – man könnte am Verbrauch
erkennen, ob überhaupt jemand anwesend ist. Genauso wie am Briefkasten,
am Auto in der Garage und ehrlicherweise auch an Ihrem Smart Phone...
Doch
bleiben wir bei unserer Lösung: wenn Sie ein Privatmensch sind, können
Sie Ihre Zähler mehr oder minder selbst ablesen. Einfach davor stehen,
Werte regelmäßig ablesen und in eine Excel Tabelle eintragen. Dann
vergleichen. Das haben wir schon so gemacht, bevor es Smart Metering gab
- quasi Manual Metering. Funktioniert gut und ist günstig.
Falls
Sie Unternehmen, Gewerbe und Co sind, dürfte das schnell zu aufwändig
werden. Dafür kommt dann das professionelle Smart Metering ins Spiel.
Sie können durch automatisierten Abruf auf Aufzeichnung der Zählerwerte
erkennen, ob sich ihr Verbrauch in einem von Ihnen festzusetzenden
Rahmen befindet! Verbrauchen Sie zu viel? Wann, zu welchen Tageszeiten –
und was könnte der Grund sein? Hat jemand Beleuchtungsanlagen, Drucker,
Maschinen angelassen, ist evtl ein Wasserrohr undicht oder andere
Sachen, die ganz schön ins Geld gehen können.
Die Lösung:
Smart Metering MGW986
Text: (c) AE Systeme Hans-J. Walter
hjw@terminal-systems.de