Sonntag, 31. Juli 2011

Die Welt von IE9

Die Welt macht der Internet Explorer 9 nicht besser. Nur verwirrender. Und kleineren Softwareanbietern das Leben schwer.

Wenn man unsere Software Lagerverwaltung / Artikelverwaltung – als gepacktes ARJ EXE Archiv – mit dem IE9 downloaden will, bekommt man die Fehlermeldung: “Diese Software wurde nicht HÄUFIG heruntergeladen. Sie kann gefährlich sein…”

Wie der Microsoft Explorer auf die Aussage NICHT HÄUFIG kommt? Keine Ahnung. Aus unseren Serverprotokollen wissen wir, die Software wird 20…50 pro Woche heruntergeladen. Ist das viel oder wenig? Wir finden es viel. Aber aus Sicht eines Anbieters von Sexvideos ist das wohl eher ein mickriges Volumen. Vielleicht hat der neue Internet Explorer diese Zielgruppe im Blick? Wer weiß das schon. Und Sex ist im Internet ja bekanntlich sehr wichtig…

Doch glücklicherweise sagen unsere Serverprotokolle auch, dass die wenigsten Surfer mit dem IE unterwegs sind. Da hat die Kartellklage der EU gegen Microsoft vielleicht doch gewirkt. Oder der eine oder andere will  sich von seinem Browser nicht bevormunden und entmündigen lassen. Schliesslich kann man ein Programm aus dem Internet laden, anschliessend einen Virenscanner laufen zu lassen – und man hat auch Sicherheit. Aber vielleicht liebt der moderne IE9 Surfer ja Zensur und lässt sich von seinem Browser mit Wonne vorschreiben, was er anzusehen hat. So wie beim Auto und einem neuen Navi: “In diese Straße fahre ich nicht hinein. Ich stelle jetzt den Motor ab. Bitte suchen Sie sich einen anderen Weg….”

Whatever. Unsere Software kann man auch als ZIP File laden. Oder was wohl noch besser ist: einfach einen anderen modernen Browser verwenden. Dann kann man wieder überall dorthin fahren wohin man möchte. Und dass Microsoft sich bei eigener Software nicht so sicher ist – kann man wohl hier sehen: Sharepoint EXE ist gefährlich.

Und hier zur Downloadseite der Lagerverwaltung. Nun auch mit ZIP Files!

Donnerstag, 14. Juli 2011

Stromausfall in Hannover

Stromausfall am 13.07.2011 in Hannover. Eine ganze Stadt lag eine Stunde im Dunkeln. Was passiert ist kann man in den Zeitungen nachlesen. Viel spannender: was macht unser Smart Metering System MGW986, das wir in Hannover an einem Druckersystem betreiben?



Antwort nichts! Oder besser: alles richtig! Ein kurzer Blick aus Burgdorf - wir sitzen ja nicht IN Hannover, sondern nur in der Nähe - zeigt den Stromausfall klar und deutlich in den Statistiken.

In der Zeit zwischen 22 und 23 Uhr gibt es keine Daten - das System war offline und fuhr danach automatisch wieder hoch. Sehr gut zu sehen ist: beim Hochfahren wurde auch der angeschlossene Drucker aktiviert, der mit dem MGW Smart Metering System überwacht wird. Die Verbrauchswerte sind entsprechend hoch - bis sie nach ca. 30 Minuten in den Standby gehen. Der Standby hielt dann bis morgens um 09:00 - bis da wieder jemand gedruckt hat...

Das Ganze ist eigentlich nichts Besonderes. Besonders ist hingegen: Sämtliche Informationen erhalten wir in 30 Kilometer Entfernung über das Internet. Wir sitzen nicht vor Ort, wir sitzen nicht in Hannover - wir schauen uns die Verbrauchswerte aus der Ferne an. Im Internet mit Webbrowser. Und das Ganze ohne großen Aufwand: denn vor Ort sind nur ein Ein-Phasen Elektrozähler und ein MGW986 installiert.

Das entsprechende Produkt findet sich hier: MGW986 Smart Metering.

Mittwoch, 6. Juli 2011

Cloud Computing

Theoretisch ist Cloud Computing eine gute Idee. Weniger Leistung im Rechner. Weniger Virenanfälligkeit. Der Nutzer kann nicht so viel kaputtmachen.
Der Rechner ist nur noch ein besseres Terminal. Datenhaltung und Processing findet auf irgendeinem leistungsfähigen Rechner irgendwo im Internet statt. Gab es so ähnlich vor etwas 30 Jahren schon mal als nur Terminals die Welt bevölkerten und die EDV zentral irgendwo herumstand. Da hatte der User nix zu melden und musste sich an die Vorgaben seiner Zentral EDV halten. Oder – um Cloud plakativer zu gestalten – So in etwa wie: ich fahre nicht mehr aufwändig und stauintensiv von Hannover nach Köln, um einen Kunden zu besuchen – ich schicke einen Avatar. Klingt gut. Einfach. Bequem.
Allerdings – wer die Cloud verwendet muss auch ziemlich schmerzresistent sein. Siehe Heise Online:

US-Behörden dürfen auf europäische Cloud-Daten zugreifen

In der Praxis heißt das dann, auf meinem Rechner liegen die Daten noch verschlüsselt. Benutze ich das moderne Cloud Computing sind Dateneingriff Tür und Tor geöffnet. Vielleicht sind es ja “nur” Behörden, die sich die Daten ansehen. Oder aber doch Hacker. Und wenn ich mir so ausmalen, was dann passieren kann – dann verzichte ich wohl doch darauf meinen Avatar zum Kunden zu schicken und fahre lieber selbst. Da muss ich zwar im Straßenverkehr aufpassen – kann aber selbst am besten entscheiden, wie ich mit der Situation vor Ort = meinen Daten umgehe.
Oder – wie einer unserer Kollegen neulich in der Mittagspause formulierte: Bei Cloud Computing liegen eure Daten im Internet – und jeder hat Zugriff drauf….