Mittwoch, 9. Februar 2011

Smart Metering

Smart Metering! Gibt ja kaum noch eine Zeitung in der das nicht in jeder fünften Ausgabe erwähnt wird. Was ist es - und wofür braucht man es...


Strom, Wasser, Gas, Heizöl... alles wird teuer. Smart Metering ist ein Verfahren mit dem man seinen Verbrauch aufzeichnet und überwacht. Mit dem Ziel den Verbrauch zu kontrollieren und langfristig zu senken.

Prinzipiell können Sie sich einmal im Jahr Ihre Stromrechnung ansehen - und dann festellen, dass Sie a) mehr verbraucht haben, b) wieder mehr für die kWh Strom zahlen. Sie können sich dann vornehmen im nächsten Jahr zu sparen, Licht im Klo auszuschalten - und dann im nächsten Jahr wieder auf die Stromrechnung warten, ob ihre Sparbemühungen Früchte getragen haben. Global gesehen: auch das ist eine Form von Smart Metering - aber der Zeitraum ist zu groß.

Smart Metering meint vielmehr den Verbrauch Ihres Klos aktuell d.h. zeitnah zu kontrollieren. D.h. täglich, wöchentlich, monatlich. Herausfinden was Sie wann verbrauchen - und basierend auf diesen Erkenntnissen Maßnahmen entwickeln, um den Verbrauch zu senken.


Smart Metering meint z.B. dass Sie sich einen Elektrozähler vor das Klos setzen. Dann schauen Sie sich den Verbrauch über einen Zeitraum (z.B. jeden Tag) an - und werden feststellen, dass Sie an einem durchschnittlichen Tag 100kWh Energie verbrauchen.  Zusätzlich werden Sie sich noch einen Wasserzähler ins Klo setzen und ermitteln, dass Sie jeden Tag 20 Liter Wasser durch die Rohre hauen. Allerdings fällt Ihnen auf, dass der STromverbrauch 2x in der Woche auf 156 kWH ansteigt - und im Sommer 112 Liter Wasser benötigt werden.

Sie gehen den Ausreißern auf den Grund und stellen fest, dass Ihre Praktikantin sich 2x die Woche die Haare fönt. Mit einem 3000 Watt Superfön, den sie von zu Hause mitgebracht hat. Und das Wasser im Sommer - da schliesst Ihr Hausmeister den Gartenschlauch an und bewässert die Grünanlagen.



Für beides gibt es einfach Lösungen - schenken Sie der Praktikantin einen 300 Watt Fön - oder teilen ihr mit, dass sie ihre wilde Haarpracht bitte zu Hause auf Mähne bringen möchte. Und den Hausmeister weisen Sie darauf hin, dass Sie extra Regenwassersammeltonen am Gebäude haben - da kann er Wasser günstiger entnehmen.

Sie Smart Metern weiter. Strom und Wasser sind jetzt konstant. Aber Sie wissen: Die Grundpreise für Strom und Wasser werden eh steigen. Selbst wenn Sie immer die gleiche Menge verbrauchen, wird es teurer. Da gibt es nur ein Ziel: Sie müssen den Verbrauch senken!

Wie war das noch mit dem Klolicht? Jeder Dritte vergisst es auszuschalten. Lösung gibt es im Baumarkt und kostet 8,95. Bewegungsmelder mit Zeitintervall. Und da das so günstig war, prüfen wir gleich, ob wir wirklich eine 110 Watt Lampe im Bad brauchen. Wie wäre es mit LED Leuchten - die verbrauchen nur 3 Watt. Leuchtstoffrören mit 35 Watt wären auch schon günstig zu haben - sind aber schlecht, wenn sie ständig an - und ausgeschaltet werden sollen. (Gehen schnell kaputt.) Und wenn wir schon so weit sind: schauen wir uns mal den Spülkasten an. So ein uraltes Teil ohne Spartaste. Und der Wasserhahn tropft auch...

Mit einigen Maßnahmen können Sie Ihren Verbrauch weiter senken. Auf 0 (Null) werden Sie niemals kommen - dazu müssten Sie ihr Klo zumauern. Aber wer weiß - vlt. stellen Sie fest, dass Sie eine Etage tiefer ohnehin ein zweites Klo haben. Vielleicht kann man die zusammenlegen und so ...

Na ja - ich denke, es wird schon klar. Um Energie und Verbrauch zu sparen, müssen Sie zuerst beobachten (ermitteln), WAS Sie WANN verbrauchen. Dann können Sie diesen Verbrauch optimieren. Der Techniker nennt die Beobachtung MONITORING. Smart Metering erlaubt Ihnen also das bequeme Monitoring Ihres Verbrauches und damit Sie das auch bequem und einfach auswerten könne, schreiben Sie es nicht auf einen gelben Zettel, die Sie an die Klotür pinnen, sondern lassen die Aufzeichnung per Computer erledigen. Im einfachsten Fall durch eine regelmässig aktualisierte Exceltabelle. Im ausgefeilteren Fall über eine SQL Datenbank, wo die Werte über verschiedene Zeiträume automatisiert gesammelt werden. Mit bunten Bildern ermitteln Sie dann Ihren Durchschnittswert und können Maßnahmen zur Senkung desselben einleiten und den Erfolg Ihrer Maßnahmen kontrollieren.

Eigentlich ist Smart Metering damit so etwas wir das Fahrtenbuch für Ihr Firmenfahrzeug. Wenn es richtig geführt wird, tragen sie nicht nur gefahrene Kilometer sondern auch verbrauchte Liter ein. Und wenn Sie das auf 100 km Verbrauch hochrechnen - und dann feststellen, dass der Egon mit dem 7er BMW immer 18 Liter verbraucht und die Magda auf der gleichen gefahrenen Strecke nur 8 - dann werden Sie mit Egon ein Gespräch führen müssen.

Und jetzt. Jetzt höre ich Sie stöhnen. Was das kostet? Genauso wie das Führen eines Fahrtenbuches kostet auch Smart Metering Geld. Und Zeit. Aber jetzt kommt eine Komponente ins  Spiel, bei der Ihre Transferleistung benötigt wird. Smart Metering betreiben Sie nicht für die Kosten von heute. Die sind eh weg. Smart Metering betreiben Sie für die Kosten von morgen. Da die Preise ständig steigen werden Sie mehr bezahlen - selbst wenn Sie Ihren Verbrauch konstant lassen. Sie müssen also heute sparen, um morgen zumindest den gleichen Betrag auf den Tisch zu legen. Und das erreichen Sie nur, wenn Sie heute in Sachen investieren, die Ihnen das Energiesparen ermöglichen. Denn warum sonst haben Sie ISO Fenster am Haus? Glauben Sie wirklich dass sie pro Fenster 700 Euro Heizöl weniger verballern, nur weil sie das Einfachglas durch ISO Verglasung modernster Bauart ersetzten? Nein. Natürlicht nicht. Sie wissen aber: komplette ISO Verglasung in beheizten Räumen senkt den Verbrauch um 10...20%. Und was Sie beim Heizöl (und auch Gas) schon anwenden wird jetzt beim Strom und Wasser notwendig.

Und wenn Sie unsicher sind: dann rufen Sie mal den nächsten Energieberater an und laden ihn zu einem Gespräch ein. Schon eine kurze kritische Begehung kann Ihnen zeigen, wo Strom- und Wasserfresser landen. Alte Röhrenmonitore am PC hauen ein Vielfaches von dem weg, was ein moderner TFT Bildschirm bringt. Uralte Rechner, die mit 120 Watt nachts und am Wochenende vor sich hinbrummen, wenn keiner da ist. Und auch der beliebte Bildschirmschoner - schont zwar den Bildschirm, spart aber keine Energie. Über Glühlampen und LED Lampen habe ich oben schon gesprochen. Leuchtstoffröhren sind eine gute Idee für Dauerlicht z.B. in der Werkstatt. Topfende Wasserleitungen oder gar Rohrbüche (es soll wirklich Leute geben, die von einem Rohrbruch erst duch die explodierenden Wasserkosten erfahren haben!) sollte man auch frühzeitg bemerken. Und und und.

Smart Metering ist so ähnlich wie das Spritsparen am Auto. Vor 25 Jahren hat da keiner darüber nachgedacht. Heute gelten Autos mit mehr als 7 Litern Durchschnittsverbrauch schon spritfressende Schleudern...

Und wenn Sie jetzt mehr wissen möchten:

Smart Metering - Monitoring von Energie und Verbrauchswerten

Smart Metering - Energiekosten erfasen und im Netzwerk visualisieren

Smart Metering - Zählerdaten in Echtzeit auslesen, Zählerliste

Und die Produkte dafür:

MGW986 Smart Metering Box

Die zu Fuss Methode: Mobile Zählererfassung

Donnerstag, 3. Februar 2011

Lagerverwaltung und Warenwirtschaft – einfach gemacht

Rein theoretisch benötigt niemand eine Lagerverwaltung. Wer wissen will, ob ein Artikel vorhanden ist, geht ans Regal und schaut nach. Ist zu 100% aussagefähig und wg der zusätzlichen Bewegung gesund. Wenn jemand anders den Bestand sehen will, z.B. der Steuerberater, einfach alles zählen, auf einen Zettel schreiben und den ganzen Kram faxen.

Das war Variante Steinzeit. Dann gibt es noch Variante Gestern. Den Lagerbestand in eine Excel Tabelle eintragen und die regelmässig aktualisieren. Funktioniert auch, ist nur mühselig, wenn Sie Fehler machen und Verkaufs- und Lieferdaten der Vergangenheit nachvollziehen wollen.

Dann gibt es noch die Variante Modern. Lagerverwaltung und Warenwirtschaft als PC Programm. Hier stellt sich manchmal das Problem: das kann immer nur derjenige bedienen, der vorher einen Buchhaltungskurs gemacht hat. Sachkonten. Lagerkonten. Freigabekonten usw sind einfach für Viele abschreckend.

Das es einfacher geht, zeigen wir mit unserer Lagerverwaltung Light. Ein Programm für  Praktiker, die ohne Aufwand ihr Lager am PC verwalten und buchen wollen. Kurzum: Nix zu lernen. Einfach zu bedienen. Kann jeder. Und dabei für die meisten Lager sofort geeignet:




Fall: Sie haben 35 Artikel. Jeder Artikel ist fünf mal vorhanden.

ToDo:
1) Jeder Artikel bekommt eine Artikelnummer
2) Starten Sie das Lagerprogramm und erfassen Sie 35 Artikel jeweils mit einem Anfangsbestand von fünf (5) Stück.
3) Innerhalb der Erfassung haben Sie fast unendlich viele Felder. Im einfachsten Fall benötigen Sie nur Artikelnummer, Text und Bestand. Sie können aber auch Preis, Notizen, Lagerort und ein Produktbild vermerken. Und wenn Sie wollen können Sie auch zu jedem Artikel einen Freitext erfassen, z.B. Besonderheiten bei der Lieferung, Lieferantendaten, Bestellbezeichnungen etc. Darüber hinaus stehen Ihnen noch diverse Freifelder zur Verfügung, die Sie individuell nutzen können, z.B. für ein Mindesthaltbarkeitsdatum, anstehende TÜV Termine oder was aus auch immer.



Fall: Sie verkaufen drei Artikel. Artikelnummer 4711 3x, 4712 1x, 4713 4x.

To Do:
1) Starten Sie das Lagerprogramm. Rufen Sie nacheinander Artikel 4711, 4712, 4713 auf und wählen die Funktion ABGANG. Erfassen Sie die Verkaufsmenge. Wenn Sie wollen, können Sie auch noch die Rechnungsnummer oder den Kunden erfassen, für den Sie diese Artikel verkaufen.
2) Ihr Lagerprogramm aktualisiert die Bestände automatisch. D.h. Sie werden darüber informiert, wieviele Artikel Sie anschliessend noch im Lager haben, Bestand demnach: 4711:2. 4712:4. 4713: 1.


Fall: Ihr Lieferant liefert Ihnen neue Artikel

To Do:
1) Starten Sie das Lagerprogramm. Rufen Sie die neu gelieferten Artikel auf und erfassen die Liefermenge unter der Funktion ZUGANG. Geben Sie Liefermenge und wenn gewünscht auch noch Lieferscheinnummer oder Daten vom Lieferanten ein.



Fall: Sie wollen wissen, was Sie noch am Lager haben

ToDo:
1) Starten Sie das Lagerprogramm, rufen Sie den betreffenden Artikel auf. Der vorhandene Bestand wird angezeigt. Unter HISTORIE zeigt Ihnen das Programm alle Verkäufe und Lieferungen, d.h. Sie werden ständig darüber informiert, wo Ihre Artikel geblieben sind. (Die Historie bildet sich automatisch aus den Buchungen Abgang und Zugang und enthält Daten wie Datum / Zeit der Buchung, Username sowie die detaillierten Vorgangsdaten)
2) Drucken Sie sich Ihren Bestand mit Artikel - Listen aus. So können Sie dokumentieren, was Sie zu einem Stichtag am Lager haben.



Fall: Sie wollen über Mindestbestände informiert werden und einen Bestellvorschlag erhalten

ToDo:
1) Geben Sie für jeden Artikel einen Mindestbestand ein. Wählen Sie anschliessend die Funktion BESTANDSCHECK (Option). Das Programm durchsucht Ihren Lagerbestand und zeigt Ihnen alle Artikel an, die den jeweiligen Mindestbestand unterschreiten. Hier sollten Sie Nachbestellungen einleiten.
Tipp: den Bestands-Check können Sie so einstellen, dass er bei Programmstart automatisch durchgeführt wird. So wissen Sie immer, wann kritische Lagerwerte erreicht werden.

Fall: Inventur, Sie sind zu einer Jahreinventur verpflichtet oder wollen regelmässig Ihre Bestände abgleichen

ToDo:
1)  Artikel im Lager zählen
2) Lagerverwaltung starten, Funktion INVENTUR (Option) wählen und den jeweils gezählten Lagerbestand eingeben. Das Programm verwendet fortan den neuen Bestand und errechnet automatischen Fehl- oder Überbestände.
Tipp: Die Inventur wird in der Historie vermerkt. Wenn Sie die Historie vorher löschen und sichern können Sie die Historie nach der Inventur als Inventurprotokoll ausdrucken und archivieren.



Fall: Sie sind Chef und wollen einfach wissen, was mit Ihrem Lager so passiert

ToDo:
1) Wählen Sie Gesamthistorie. Sie erhalten einen Übersicht über alle Buchungen. Chronologisch aufgelistet mit genauen Vorgangsdaten sowie Informationen, WER / WANN / WAS gebucht wurde.



So - das waren jetzt nur die Grundfunktionen. Sonderfälle wie Datenerfassung mit Handheld Scannern direkt im Lager, Bestände im Web veröffentlichen, Lagerwerte von mehreren Rechnern nutzen, Verwaltung von Inventar anstelle von Artikel uvam veröffentlichen wir dann demnächst.

Aber: das Programm kann schon alles. Und Sie können es schnell und problemlos testen - eine kostenlos und umsonst Demoversion finden Sie auf unserer Webseite

www.terminal-systems.de/wws-lite-win.htm

Linux PC Terminal zum Selber bauen

Wir bauen uns ein Linuxterminal... Ohne Löten und ohne aufwändige Maschinen.
Die Frage kommt immer wieder. Von Schulen, von Weiterbildungsrichtungen, von Bastlern. "Können wir uns ein Linux System auch selbst bauen..?" Ja - man kann. Das Einzige was man benötigt ist der Starter Kit TRM416 Bausatz. Der enthält die notwendigen Komponenten und auch die CD Kits, um das Linux System dann zu programmieren und für eine Anwendung vorzubereiten. Doch beginnen wir mit der Hardware für System TRM416 Open Frame Linux.
Die Komponenten:
  • Basis Board BB416 mit bereits aufgestecktem CPU Modul
  • Display
  • Frontplatte mit Tastatur
  • ein paar Spacer (Abstandhalter) und Muttern als mechanische Befestigung für das Display
Die Montage
Schritt 1: Display auf Basis Board stecken
Schritt 2: Frontplatte mit Tastatur auf Basis Board stecken
Schritt 3: Display mit Muttern fixieren.
Fertig.
Die Inbetriebnahme
Schnittstellen verbinden. Netzwerk und Seriell für COM1 RS232. Kabel Kit zum Anschluss an die Connectoren im Basis Board wird mitgeliefert
12...24VDC anschließen. Polung + und - beachten.
Das Gerät startet und lädt das Betriebssystem. Im Display erscheinen die Linux Bootmeldungen.
Fertig. Standardmässig verwendet das fertige Originalgerät die IP Adresse 192.168.0.126 und ist sofort im Netzwerk erreichbar. Wer will kann das System nun unter Linux programmieren. Hilfreich ist es nun, eine Compact Flash Karte (CF Card) einzustecken und das System mit dem Linuxprogramm XML Konfigurationstool zu versehen. Dann kann man das Gerät ohne Programmierung nutzen.
Der Bastelvorgang in Bildern bei uns in Facebook.
Produktbeschreibung: TRM416 Open Frame Linux
Ganz nützlich ist noch das hier: ein Mounting Frame, der den Einbau erleichtert!