Donnerstag, 17. März 2011

Über Japanhilfe

Wir müssen mal über Japan reden!
Jeder dumme PC, jedes halbwegs benutzbare Elektronikdingens hat seinen wie auch immer gearteten Usprung aus Japan. Wenn die ihr Land nicht bald aufräumen, ihre Menschen mit Essen und ihre Firmen wieder mit Strom versorgen und laufen lassen - dann sind es auch hier ganz finster aus.
Die hiesige Diskussion über Atomkraft, Laufzeitverlängerung, Moratorium ja / nein / vielleicht ist kein Thema höchster Priorität. Die schrecklichen Bilder, die ich sechs Tage nach Erdbeben, Tsunami und Reaktorkatastrophe sehen muss, stimmen mich viel besorgter!
Wenn am Tag 6 nach der Katastrophe die Bilder noch so aussehen wie am Tag 1 - dann belügt mich entweder die Presse - oder die kommen nicht voran. Wenn die sich nicht selbst helfen können, müssen wir ihnen helfen. Damit die drittstärkste Wirtschaftsnation wieder auf die Beine kommt! Damit die Menschen dort wieder leben können. Von mir aus sollen sie ihren blöden Reaktor mit Beton zukippen. Russen fragen - Sarkophag bauen. Landeeinheiten mit schwerem Gerät via Seeweg in den Norden karren. Notlandebahnen bauen. Luftbrücke organisieren. Menschen versorgen. Dann aufräumen, Felder anlegen und was sonst noch so da stand... (Und wenn wir schon so weit sind: was zum Teufel ist eigentlich mit Block 5 und 6 des Reaktors? Laufen die noch? Kann die Presse nicht anständig berichten – oder senden die aus dem Hotelzimmer?)

Alles wieder schnellstens zum Laufen bringen. Ich sehe momentan wenig Sinn, wenn wir EU Milliarden nach Griechenland und Irland pumpen - von denen bekomme ich nichts. Was ich hingegen aus Japan beziehe sind Halbleiter, Chips, Displays uvam. Und wenn das Zeugs langfristig ausbleibt oder gar unerschwinglich wird - dann leidet unsere Wirtschaft. Dann leiden wir. Japanhilfe sollte bald anlaufen - und grosszügig sein. Das Leid der Menschen dort ist viel dramatischer als das eines griechischen Fluglotsen, der nun tragischerweise nicht mehr 55.000 Euro Jahreseinkommen bekommt oder das gar versteuern muss. Und mir wäre viel, viel wohler, wenn sich unsere Politik dieses Problemes mal annimmt - als die Zeit damit zu verballern, wann man nun weshalb ein Atomkraftwerk abschaltet!
Aus dem Aktuellen: Displaypreise NEC Displays erhöht auf ca 190 EUR. Mindestabnahme 20 Stück. Lieferzeiten 14...24 Wochen. CPU Boards on Allocation (nicht verfügbar). Und und und.
An intern: Alle Entwicklungsprojekte mit Hardware werden neu diskutiert. Abwarten wie sich die Situation entwickelt! Langlaufende Verträge mit Preisbindung auf Sperre! Termin für Meeting per PM!

Freitag, 11. März 2011

Das Geheimnis der IP Adressen


Die Sache mit den IP Adressen... ist eigentlich ganz einfach, wenn man weiß, wie es geht. Immer wieder kommt es vor, dass uns Fragen erreichen. IP Geht nicht. Kann Gerät im Netzwerk nicht erreichen usw usf.
Und da kürzlich auch unsere Praktikantin Mandy stundenlang versucht hat, ihren Netbook in unser Netzwerk zu integrieren - nun haben wir das mal in einem kleinen HowTo zusammenfasst.
Kleiner Leitfaden für Leute, die sich nicht auskennen.

Donnerstag, 10. März 2011

Lagerverwaltung – Handheld Scanner und Historie

Die Lagerverwaltung auf dem PC - und die mobile Datenerfassung. Das sind ja so Reizthemen, die erzeugen ständig Fragen. 
Generell gilt: 1) Die Artikel und Lagerveraltung läuft als Windows Software auf dem PC. Sie erlaubt das Buchen von Artikel mit Zugang, Abgang und noch vielerlei Dingen mehr. Und damit keine Buchung verloren geht: für jeden Artikel wird eine ausführliche Historie geführt in der die Buchungen eingetragen werden. Damit man später nachvollziehen kann, wer wann was gebucht hat - und warum.
2) Nicht in allen Lagern kann man nur mit dem PC buchen. Der eine oder andere möchte seine Warenbewegungen direkt im Lager erfassen. Ein Beispiel: wir schicken unsere Praktikantin Mandy ins Lager mit der Bitte doch 3 Compactflash Karten, 3 Netzteile, drei Kaltgerätestecker für die nächste Lieferung herauszuholen. Und bitte noch 123 RFID Transpondertags in den Farben: 30 blau, 50 grün, 40 schwarz, 3 rot für die Cheffs.
Mandy kann die Sachen super finden. Sie kann auch einen Materialentnahmeschein ausfüllen. Unser Problem: niemand kann ihre Schrift lesen. Wenn dann der Materialentnahmeschein irgendwann mal in das Lagerprogramm gebucht werden soll gibt es Rückfragen. Und Mandy ist in Feierabend. Und morgen wird das vergessen. Und schwupps - Lagerverwaltung und reale Bestände laufen schnell auseinander...
Einfach also: Wir schicken Mandy mit dem Handheldscanner und der Erfassungssoftware WinCeMobileData ins Lager . Mandy wählt die Funktion ABGANG und kann dann direkt die Barcodes vom jeweiligen Fach abscannen und muss nur noch die Menge eingeben. Wenn Mandy fertig ist, legt sie den Handheld dorthin zurück, wo er her kam: in die Basis Station zur Akkuaufladung. Mandy Job ist beendet.
Der nächste Job ist noch einfacher. Und Mandy muss den sowieso nicht erledigen. Einfach die Lagersoftware starten, Funktion EXTERNE DATEN anwählen. Hier ist der Handheld als externe Datenquelle vorkonfiguriert. Der Handheld ist Wireless - also per WLAN - mit unserem Netzwerk verbunden und verfügt über eine eindeutige IP Adresse, z.B. 192.168.8.45.
Im Modul EXTERNE DATEN steht zwei Einträge:
1: IP 192.168.8.45, Daten per FTP holen und importieren
2: IP 192.168.8.45, neue Artikeldatei übertragen.
Mit dem Button Import wird - welche Überraschung - der Importvorgang gestartet. Das Lagerprogramm ruft quasi automatisch beim Handheld an und überträgt / importiert die Buchungsdaten von Mandy. Diese werden in einer Buchungstabelle angezeigt. Für den Fall dass Mandy noch Fehler gemacht hat, lassen sich hier noch Korrekturen durchführen. Das Lagerprogramm sorgt dann auch dafür, dass automatisch eine neue Artikeldatei an den Handheld geupdeted wird. Quasi alles auf Knopfdruck.
Doch nun sind die Daten importiert. Wie weiter? Ganz einfach. Nach kurzer visueller Prüfung der Buchungsdaten - Mandy neigt dazu ihren Benutzernamen NICHT einzutragen, das tragen wir dann manuell nach - werden die Daten mit dem Buttun Buchen importiert und der Lagerbestand abgeglichen.
Da Mandy Abgänge gebucht hat, werden die Bestände der jeweiligen Artikel um die Entnahmemenge vermindert. Aber nur subtrahieren wäre ja etwas billig. Das Lagerprogramm legt sich eine Historie für diesen Artikel an, in der steht, dass der Benutzer Mandy am 09.03.2011 um 11:34 den Artikel mit der Menge 3 entnommen und als Buchungsgrund "Lieferung an Kunde Meierschrunz" angegeben hat.
Wer also demnächst den Artikel CF Karten aufruft bekommt nicht nur Informationen, wieviele CF Karten noch am Lager sind - sondern auch, wo die ganzen Karten hin verschwunden sind.
Und falls der bis hierin geneigte Leser das Ganze jetzt für kompliziert bedienbar hält: NEIN! Die Artikel wurden im Bestand angelegt. Der Artikelstamm wurde per EXTERNE DATEN automatisch in den Handheld übertragen. Mandy übernimmt die Entnahme aus dem Lager, scannt Barcodes ab, gibt die Entnahmemenge und den Grund ein. Und fertig. Das Importieren und Buchen der externen Daten übernimmt wieder die Lagersoftware, ohne dass technische Grundkenntnisse notwendig sind. 
So einfach kann es sein, sein Lager auf dem Laufenden zu halten. Jetzt müssen wir am Ende des Tages nur noch dafür sorgen, dass Mandy den Handheld auch wieder zurückbringt. Unvergessen sind die Tage an denen sie das Ding einfach mit nach Hause genommen hat. Da kam dann unsere Lagerverwaltung auch nicht mehr mit. (Aber wir arbeiten auch hier an Lösungen der Fernbuchung über GPRS...)
Die Orginalproduktbeschreibungen finden Sie nun hier:
(Und demnächst beschreiben wir dann, wie die Datenübertragung zwischen PC und Handheld Scanner genau funktioniert...)